Goldener Ehrenring für Stadtrat Winfried Schimpf

Goldener Ehrenring für Stadtrat Winfried Schimpf

Am 20.April 1975 wurde Winfried Schimpf zum ersten Mal in den Stadtrat von Neckargemünd gewählt. Aus diesem Anlass lud er am 20.April 2015 ehemalige und gegenwärtige Gemeinderäte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu einem Umtrunk in das evangelische Gemeindehaus im Dilsberger Bannholzweg ein. Dort erfuhr dann zu seiner Überraschung, dass Bürgermeister Althoff dem Gemeinderat vorschlagen wolle, ihn mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Neckargemünd auszuzeichnen.

In der ersten Wahl 1975 im Wahlbezirk Dilsberg belegte Winfried Schimpf den 20.Platz (von 24). Schon im nächsten Jahr zog er dann aus der zu klein gewordenen Wohnung in Dilsberg aus ins Neubaugebiet Wiesenbacher Tal. In der Wahl 1980 rückte er dann schon auf Platz 10 vor, 1984 auf Platz 4 und bei der Wahl 1989 erreichte er zum ersten Mal den 1.Platz, den er in den nächsten fünf Wahlen nur einmal (im Jahre 2004) abgeben musste, nachdem er 2000 wieder auf den Dilsberg gezogen war und auf Grund der sog. Unechten Teilortswahl erst auf Listenplatz 16 kandidiert hatte.

Nach dem Ausscheiden von Hans Kramer aus dem Stadtrat 1986 wurde Winfried Schimpf von seiner Fraktion zum Fraktionsvorsitzenden und vom Stadtrat zum 2.Bürgermeister-Stellvertreter gewählt. Von Dezember 1999 bis heute wählte ihn der Stadtrat von Neckargemünd immer zum 1.Stellvertreter des Bürgermeisters.

Nach seiner Pensionierung als Lehrer am hiesigen Gymnasium kandidierte Winfried Schimpf auch für den Kreistag. Er wurde im Juni 2009 und dann wieder im Mai 2014 direkt gewählt.

Die Verleihung des Ehrenrings fand vor der Gemeinderatssitzung am 21.Juli 2015 statt.

Bürgermeister Horst Althoff hob die Wertschätzung seines Engagements hervor, die sich bei den Wahlen gezeigt habe und fügte an, bislang finde sich kein Stadtrat in den Annalen der Stadt, der so viele Jahre ununterbrochen dem Gemeinwohl gedient habe. Er erwähnte auch seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Außenstellenleiter der Volkshochschule von 1980 bis 1993 und seinen Einsatz für die Städtepartnerschaften mit Jindrichuv Hradec in der Tschechischen Republik und Missoula in Montana(USA).

Die Sprecher aller vier Gemeinderatsfraktionen betonten, dass Winfried Schimpf seine Auffassungen vertrete aber auch die Bereitschaft zum Kompromiss als Teil der demokratischen Kultur verstehe.

Nach den Gratulationen dankte Winfried Schimpf allen, besonders seiner Frau für ihr Verständnis und fügte augenzwinkernd zu, nun höre auch seine Frau einmal, wie toll er sei.

Winfried Schimpf, der sich manchmal als „christlichen Sozi“ bezeichnet, meinte auch, als Christ wisse er um die menschliche Unvollkommenheit und als Anglist kenne er den Spruch “Nobody is perfect“. Deshalb bitte er alle um Entschuldigung, die in den letzten 40 Jahren seine Unzulänglichkeit gespürt hätten. Er möchte gerne noch eine Zeit für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger arbeiten, wenn ihm abgesehen von einigen Zipperlein die gute Gesundheit erhalten bliebe.

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