ÖPNV: Stellungnahme Ausschreibung Linienbündel Neckargemünd

Stellungnahme SPD-Gemeinderatsfraktion
zur Ausschreibung Linienbündel Neckargemünd

Unsere Forderungen für die Ausschreibung
des Lininienbündels Neckargemünd

Allgemeines
Die in dieser Stellungnahme dargestellten Punkte sehen wir als Pflichtenheft für die kommende Neuvergabe des Linienbündels Neckargemünd an.

Erreichbarkeitsindikatoren:
„Unterzentrum: Zentraler Bereich 600m / Ortsteile 1000 m“
nach Schwarze, Björn – Institut für Raumplanung, Dortmund, 2005, S. 19

  • Die in der Studie von Schwarze definierten Ereichbarkeitsindikatoren sind für die Stadt Neckargemünd inklusive der Ortsteile einzuhalten, ohne eine vorhandene, bessere Erreichbarkeit abzubauen.
  • Alle eingesetzten Busse müssen Barrierefreiheit garantieren.
  • Nur Unternehmen, die dies von Beginn des Bedienzeitraumes garantieren können, werden in der Ausschreibung berücksichtigt. – Auch müssen Reserven bei technischen Ausfällen vorhanden sein. Der Einsatz nicht barrierefreier Busse im Linienverkehr ist auszuschließen.
  • Alle Busse müssen in der Lage sein, Rollstühle (auch elektrische) Kinderwagen und Gehhilfen (Rollatoren) mitzuführen.
  • Um die geforderte Barrierefreiheit garantieren zu können, ist ein barrierefreier Umbau der Haltestelle „Neckargemünd-Bahnhof“ (Haltestelle vor ehem. Forstamt → Fahrtrichtung Heidelberg) notwendig. Hier fehlt der ebenerdige Ausstieg sowie die Blindenführung zum Anschluss an den Bahnhofsvorplatz.
  • Die Einsatzmöglichkeit von elektrisch- oder zumindest hybrid-betriebenen Bussen sollte geprüft werden. Auch sollte es möglich sein, dass während des Betriebszeitraums auf elektrische bzw. Hybridbusse umgestellt wird. Bei der Verwendung elektrisch betriebener Busse ist darauf zu achten, dass der Strom aus regenerativen Quellen gewonnen wird.

Kernstadt

  • Einführung einer neuen „Stadtbus-Linie“ (z.B. Mercedes Sprinter City oder vergleichbarer 10/12 Sitzer + Rollstuhlplatz)
    Frequenz zu den Hauptzeiten alle 30 min.

Ideale Routenmöglichkeit:
Routenmöglichkeit 1: Bahnhof – Hanfmarkt – Altstadt – Stadttor – Wiesenbacher Tal – Carl-Beck Straße – Hollmuth/Mühlrain – Hanfmarkt – Bahnhof

Alternativ (nur falls Route 1 zeitlich im Umlauf nicht realisierbar)
Routenmöglichkeit 1a: Bahnhof – Hanfmarkt – Altstadt – Stadttor – Hollmuth/Mühlrain – Hanfmarkt – Bahnhof

  • Vermeidung von Busreihen durch die Hauptstraße (Mehrere Busse hintereinander – Busse in kürzeren Taktabständen als 10 Minuten) Hier ist je nach Ziel die Möglichkeit einer Umfahrung durch den Tunnel zu verwenden.
  • Vom Einsatz von Gelenkbussen auf Linien, die durch die Altstadt führen, ist abzusehen.
  • Die Führung der Buslinie 35 (nicht im Linienbündel aber mit Sonderkündigungsklausel für 2016) durch den Tunnel (Herausnahme aus der Altstadt) ist zu prüfen, wenn folgende Parameter erreicht werden können:
    •  Realisierung Stadtbus-Linie
    • Barrierefreie Verbindung Hanfmarkt → Bahnhof in einem 10 Minuten-Takt zu den Hauptzeiten mit Bussen rein aus dem Linienbündel Neckargemünd
    • Barrierefreie Verbindung Bahnhof → Altstadt (Hanfmarkt und Altes Rathaus) in einem 10 Minuten-Takt zu den Hauptzeiten mit Bussen rein aus dem Linienbündel Neckargemünd

Stadtteile

Kleingemünd

  • Neubaugebiet Kleingemünd einbinden.
  • Ausweisen einer neuen Haltestelle im Neubaugebiet. (Vorzugsweise bei Kindergarten/seniorengerechtes Wohnen und zukünftigem Pflegeheim). Routenführung mindestens einer Buslinie durch das Neubaugebiet.

 

Wiesenbacher Tal

  • Anbindung Wiesenbacher Tal durch den Stadtbus (Route 1) stärken.

 

Ortsteile

Ortsteile Dilsberg inkl. Dilsberger Hof / Mückenloch / Waldhilsbach

Frequenz aus den Ortsteilen:

  • Zur Hauptzeit (Weg zur Schule/Ausbildung/Arbeit) min. alle 30 min
  • Zur Nebenzeit min. jede Stunde

Frequenz in die Ortsteile (von Neckargemünd Bahnhof):

  • Zur Hauptzeit (Weg von Schule/Ausbildung/Arbeit) min. alle 30 min
  • Zur Nebenzeit min. jede Stunde

Anschluss an jeden Ortsteil bis zum Eintreffen der letzten S-Bahn/ des letzten Busses am Bahnhof Neckargemünd (Am späten Abend auch möglich über Ruftaxi)

maximale Umsteigezeiten (Bahnhof Neckargemünd)

für Fahrgäste die, aus den Ortsteilen kommen:
10 Minuten Richtung Heidelberg
15 min Richtung Eberbach/Sinsheim

Anzustreben ist eine Möglichkeit, stündlich für die Weiterfahrt nach Heidelberg im Bus sitzen bleiben zu können, also eine direkte Busweiterfahrt nach Heidelberg zu haben.

Neckargemünd, im November 2014
SPD-Gemeinderatsfraktion

Download als PDF-Datei: Stellungnahme Linienbündel SPD (130kb)

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